100 Fragen und Antworten

Du glaubst, du kennst mich?
100 Fragen und 100 Antworten verraten dir vielleicht, wer ich wirklich bin, vielleicht aber auch nicht.
Gefragt von einer Person auf Augenhöhe.

  1. Haben Sie ein Lieblingsbuch?

Eines meiner Lieblingsbücher ist: „Die Macht des Unterbewusstseins“ von Dr. Joseph Murphy. Ein anderes Lieblingsbuch ist „Es muss nicht immer Kaviar sein“ von Johannes Mario Simmel.

  • Was haben beide Bücher gemeinsam? …, vielleicht sollte man die Bücher lesen … dann in sich gehen und einmal tief durchatmen.

Zu guter Letzt
Das dritte meiner absoluten Lieblingsbücher wurde vom Leben geschrieben und ist nichts für Feiglinge!

2.  Welche Familienmitglieder inspirierten Sie?

Vor allem meine Großmutter Elfriede Lorek. Sie war die Güte und Kraft für mich, besonders in den Zeiten, als ich als Kind von Feiglingen umgeben war.

Sie schenkte vier Kindern das Leben, von denen eines ein amerikanisches Besatzungskind war, das in einer russischen Besatzungszone aufwachsen musste, weil böse Menschen sie daran hinderten, dem Mann zu folgen, der sie liebte und Deutschland im Mai 1945 von den Nazis befreite. 

Sie sah immer noch das Gute im Menschen, auch wenn dieser vom Bösen getrieben war, Dinge sagte oder tat, die verletzend waren, oder Schlimmeres.

3. Welche Fähigkeiten würden Sie sich  gerne noch aneignen?

Ganz bei mir selbst zu bleiben, auch wenn um mich herum ein Sturm tobt…

4. Denk Sie an die vergangene Woche oder die vergangenen Monate: Was hat Ihnen Energie gegeben, was hat sie Ihnen geraubt?

Positive Energie habe ich unter anderem von den Menschen erhalten, die ich zu meinen Freunden zähle.
Sie sind meine Taschentücher, meine Berater und konstruktiven Kritiker, die eigentlich immer zuerst auf sich selbst schauen, bevor sie andere Menschen beurteilen.

Was hat mir Energie geraubt?
Das ist eine Frage, die ich mit Vorsicht genieße. Nicht jeder, dem man sich öffnet, kann mit dieser Art von Vertrauen umgehen.

5. Was bedeutet Ihnen Erfolg?

Um sie zunächst mit den Worten Platons zu beantworten:
„Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: es allen recht machen zu wollen.“

Erfolgreich sein heißt für mich: Ein gesetztes Ziel zu erreichen, das meinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entspricht, und dabei immer ich selbst zu bleiben, unabhängig davon, was andere meinen, besser machen zu können.

Wie lange es auch dauern mag.

6. Gibt es ein Lieblingszitat?

Mein Lieblingszitat ist zeitlos.

Es stammt von keinem Geringeren als Oscar Wilde, der einmal schrieb: „Die Zahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten – und ich sage: leben oder gelebt werden.“

7. Wann haben Sie gemerkt, dass Sie kreativ sind?

Ich habe schon als Kind gerne mit Holz und anderen Materialien gearbeitet. So habe ich in der Schule Kerzenständer an der Drehbank gedrechselt, auch Figuren geschnitzt.
Eines meiner Lieblingsstücke war eine kleine, mit filigranen Ornamenten verzierte Holzschatulle, die dann auf einem Schulbasar von einem damaligen Klassenkameraden gekauft wurde.
Wer es gekauft und als sein Werk ausgegeben hat, das erzähle ich ein anderes Mal.
An dieser Stelle aber schon mal vielen Dank Karin Ingrid!

Mein Onkel Hans, ein ehemaliger Polizist in der Ex-DDR, ein Bruder meiner Mutter, malte die wunderbarsten Ölbilder und seine Porträtzeichnungen waren göttlich. Ihm habe ich mein Interesse an der Malerei zu verdanken. Ich verdanke ihm auch Weitsicht und danke ihm für sein Vertrauen in mich. Denn das tat er. Er glaubte an mich und förderte mich im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Zu den drei wichtigen kreativen Eckpfeiler meiner Kindheit gehört auch das schreiben.

Meine Aufsätze, Gedichte und Kurzgeschichten musste ich allerdings immer vor den Lehrern in der Schule schreiben, weil sie dachten, ich würde meine Aufsätze etc aus Büchern abschreiben, die sie nicht kannten.
Bald merkten sie, dass ich über einen großen Ideenreichtum verfügte, der weit über ihre Vorstellungskraft hinausging. Damit hatten sie nicht gerechnet, ließen mich dann irgendwann in Ruhe zu Hause schreiben.

Die Malerei wurde im Verlauf meines Lebens nicht nur zur Therapie, sie ist bis heute
Fluch und Segen.
Meine erste Ausstellung hatte ich in Ost-Berlin.
Meine letzte Teilnahme an einer Gemeinschaftsausstellung in Los Angelas.

In diesem Leben werde ich noch eine einzige Kunstausstellung machen und mich dann ganz von der Malerei zurückziehen, um mich dem zu widmen, was ich vor langer Zeit begonnen habe und nun endlich zu Ende bringen kann.
Meine letzten Holzarbeiten verschenke ich dieses Jahr zu Weihnachten.

Ich zitiere mal meinen guten Masur: „Du darfst nichts verschenken, was aus deiner kreativen Schmiede kommt, mit kleinen Ausnahmen.
Wenn du aber weiterhin so dumm bist, werden sie dir weiterhin die Hand hinhalten und versuchen, dich von oben herab klein zu halten. Das betrifft nicht nur deine Bilder, sondern alles, was du schaffst! „
Ein anderer Freund drückte es so aus: „Alles hat seinen Preis. Nenne ihn!“

Ich sehe, es besteht dringender Handlungsbedarf.
Masur hatte so recht, wie war das?…. gute Prognose als Kapitalanlage und damit ein möglicher schneller Gewinn für eine Null-Investition … der Satz ist großartig!

8. Was bedeutet Freundschaft für Sie?

Ein großes Wort.

Es gibt ein Sprichwort: „Gegensätze ziehen sich an“. Aber das lässt sich nicht einfach auf menschliche Beziehungen anwenden. Ein anderes Sprichwort ist viel passender für die Bedeutung von Freundschaft: „Gleich und gleich gesellt sich gern“.

Ob das das Nonplusultra ist, die ultimative Basis für eine echte Freundschaft, weiß ich nicht.

 

Ein enger  Freund sagte einmal: „…..in einer Freundschaft geht es um Vertrauen und darum, dass man sich dem anderen anvertrauen kann. Wahre Freunde bemühen sich darum, dass du dich in ihrer Gegenwart wohl fühlst, sie sind ehrlich und reden mit dir und setzen sich für dich ein, wenn du nicht da bist.
Wahre Freunde sind ohne Neid und Missgunst, sie können zuhören, freuen sich mit dir und lassen dich nie allein.
Eine wahre Freundschaft kann einen Sturm gemeinsam überstehen. Achte darauf, dass die Menschen dich in erster Linie dafür lieben und schätzen, wer du bist, und nicht ausschließlich dafür, was du für sie tust.
Wenn du dir das zu Herzen nimmst, werden sie dich respektieren und dich als gleichwertig behandeln. Andererseits wirst du auf bittere Weise erfahren, wozu Menschen fähig sind, die dich nur dann in ihre Nähe oder in ihren Kreis lassen, solange du ihnen von Nutzen bist. Diese Menschen gehören dann garantiert nicht zu deinen Freunden.“

An diesem Punkt denke ich gerade darüber nach, wer für mich ein wahrer Freund ist – und für wen ich eine gute Freundin bin.
Interessant, wirklich interessant, denn nicht nur Freundschaften gehen verloren, wenn man sie als selbstverständlich ansieht.

9. Wenn Sie 365 Tage zurückdrehen und noch einmal von vorne anfangen könnten, was würden Sie anders machen?

Überhaupt nichts.  Ich bin zu sehr Kopfmensch, um mich auf solchen Unsinn einzulassen.
Ich kenne meine Schwächen, ich kenne meine Stärken, und ich weiß genau, was ich in Zukunft ändern muss, damit die nächsten 365 Tage keinen Raum für Spekulationen lassen.

10. Was wünschen Sie Ihren Mitmenschen für das Jahr 2023?

Meinen Freunden und engsten Begleitern  wünsche ich alles erdenkliche Gute, denn ich weiß, das auch sie mir nur das Beste wünschen.

Allen anderen  wünsche ich eine guten Rutsch ins Neue Jahr! 

11. Wir lernten uns auf einer Zugfahrt von Wien nach Koblenz kennen. Diese Zugfahrt wurde für mich zu einer sehr interessanten Erfahrung. Wussten Sie damals schon, dass Sie jetzt das tun, was Sie vor Jahren nicht für möglich gehalten haben? Ich erinnere mich an unser Gespräch über die verbleibende Zeit im Leben und welche Ziele, Träume oder Wünsche Sie noch haben.

Daran erinnere ich mich sehr genau. Veränderungen erfordern oft konsequentes Handeln im Umgang mit sich selbst und seinen Mitmenschen. Mir ist es passiert, dass ich mich vor nicht allzu langer Zeit gefragt habe, welche Ziele ich in meinem Leben habe und ob es die richtigen Ziele sind.
Um Ihre Frage zu beantworten: Nein, ich hielt es nicht für möglich, aus meinem Hamsterrad auszusteigen und eine konsequente 180-Grad-Wende zu vollziehen, obwohl ich oft darüber nachgedacht hatte. Es ist schwer zu beschreiben, wie ich mich dabei gefühlt habe und immer noch fühle, denn zurückgehen ist keine Option. Wir reden hier nicht von Tagen, Wochen oder ein paar Monaten, sondern von Jahrzehnten, die mich geprägt haben. Das wiederum machte es mir lange Zeit unmöglich zu glauben, dass es überhaupt möglich sei.
So haben sich auch meine Prioritäten verschoben und meine Ziele haben nun eine ganz andere Reihenfolge.
An dieser Stelle muss ich etwas einwerfen, weil ich es für passend halte.
Ein guter Bekannter sagte vor nicht allzu langer Zeit zu mir, dass ich nicht besser sein darf als andere.
Ich glaube, dieser Satz war der Auslöser dafür, dass ich mich entschlossen habe, jetzt das zu tun, was ich nie für möglich gehalten hätte. Er hat keine Ahnung, wie wichtig dieser Satz für mich war.

12. Was hat er damit gemeint, dass Sie nicht besser sein dürfen als andere? 

Ein erstes Beispiel: Sie arbeiten gemeinsam mit kreativen Köpfen an einem Projekt, das nach außen hin als gemeinsames Projekt dargestellt wird.
Wobei sich aber jeder Einzelne tatsächlich individuell seinen eigenen Projekten widmen kann, die dann Teil des größeren Projekts werden.
Das heißt, man kann unabhängig von anderen sein Ding machen und so wirklich seine individuelle Geschichte beitragen.
So weit, so gut.
Aber die Community kommt auch ab und zu zusammen und feiert gemeinsam die tollsten Events.
Sie sind immer zu 100 % in die Vorbereitungen für diese Veranstaltungen eingebunden und machen ihre Sache wirklich gut.
Sie werden gelobt und in der Öffentlichkeit immer positiv erwähnt.
Manche Leute mögen das nicht. Ganz und gar nicht.
Ihre Ideen sind plötzlich die Ideen der anderen und Grenzen werden überschritten. Man macht Ihnen klar, dass Sie zwar Teil der Gemeinschaft sind, aber Sie sind nur willkommen, wenn Sie funktionieren und brav ihren Mund halten.

Man wird von so vielen Bereichen ausgeschlossen.
Weil man nicht besser sein darf als die anderen. Das lassen sie dich spüren.

Ein zweites Beispiel, das vielleicht noch deutlicher macht, was er meint.
Du schreibst ein Gedicht. Dieses Gedicht wird vertont, so dass das Gedicht zu einem Lied wird.
Dieses Lied ist ein Sprungbrett für die Gemeinschaft für höchste Anerkennung und zunehmendes öffentliches Interesse.
In einem Interview dann, das nicht mit Ihnen geführt wurde, erklärt dann jemand anderer aus Ihrer Community, dass dieses Lied auf seinem Mist gewachsen ist. Er verkauft die Idee als seine und Sie werden nicht erwähnt.

Das Skurrile daran ist, dass sie einen bewusst daran erinnern, wie dankbar man sein sollte, überhaupt Teil des Gemeinschaftsprojekts zu sein, wenn man offen seine Meinung sagt. Das heißt, wenn man es nicht einfach hinnimmt, wie sie mit dir umgehen.
Dann lernst du die Menschen richtig kennen und wie die Gemeinschaft tickt. Das trifft übrigens nicht nur bei Großprojekten zu. Selbst im Freundeskreis sind Neid und Missgunst, wie die Angst vor Zurücksetzung ziemlich oft Gegenstand unnötiger Diskrepanzen.

Das Traurige und Tragische ist allerdings, ihre gemeinen Attitüden, die sie zum Besten geben, sobald du in ihre Nähe kommst. Auch wie sie über andere herziehen.

Und jetzt frage ich:
Wie lange würden Sie so etwas mitmachen?
Und ist es nicht verständlich, wenn man sich dann von der Gemeinschaft distanziert und tatsächlich eine Kehrtwende einläutet und hinlegt?
Mir ist bewusst, es wir immer einen geben der besser ist als ich. Aber auch, es wird immer Menschen geben, die besser sein müssen, als ich. Deswegen ist es gut, zu wissen, was die Gemeinschaft denkt und tut. Sie sind berechenbar und daher nichts Besonderes.
Unter sich feiern sich solche Leute und kriechen sich tief in den Arsch.
Und in den will und werde ich nicht kriechen. Diesem Thema habe ich ein ganzes Kapitel in meinem Buch gewidmet. Denn es gibt eine Reihe weiterer Beispiele, die mitunter sogar die Lachmuskeln ziemlich beanspruchen können. Denn eines darf man nicht verlieren, seinen Humor und ab und zu auch mal über sich selber lachen.

Es gibt aber auch Ausnahmen. 

13. Welches sind die Ausnahmen?

bald geht es weiter….

14. Ihre Lieblingsspeise?

bald geht es weiter….